Peru, Anden und unser Cuyuraya


Die Aymaras leben mit einer Art Doppelreligion.Sie nehmen einerseits an ihren Riten teil, andererseits an den christlichen Religionspraktiken. Von beiden Religionen erhoffen sie sich nutzbringende Wohltaten. Es entsteht aber oft der Eindruck, das der Aymara sich bei wirklichen Problemen oder Wünschen lieber an seine Gottheiten wendet.

Seit ca. 500 Jahren hat das Christentum und die Andenreligion miteinander Kontakt. Die intensive Christiansierung in Perú hat den Glauben der indegenen Bevölkerung an Ihre Gottheiten nicht nehmen können. Zum Glück für die dort lebenen Menschen und zum Glück für uns Touristen.

Im 19. Jahrhundert hatte sich der christliche Glaube ``dank `` der christlichen Erziehung durch Missionare im gesamten Siedlungsraum der Quechua und Aymará ausgebreitet. Trotz allen Bemühens der Missionare gelang es nicht den Bewohnern die eigene andine Glaubensvorstellung zu nehmen. Was vielleicht auch etwas mit der Dickköpfigkeit der Andenbauern  zusammenhängen könnte. Vielmehr vermischten sich mit der Zeit die verscheidenen Glaubesvorstellungen. Elemente beider Religionen kann man gut bei dem Fest `` Santa Cruz `` beobachten und erleben.

Im gesamten Andenraum ist der Glaube an Pachamama ( das bedeutet Mutter Erde ) stark ausgeprägt. Pachamama ist die weibliche Hauptgottheit. In der Vorstellung der Aymará ist sie die zentrale Kraft die in alle Himmelsrichtungen wirkt. Das Oben mit dem heiligen Berg `` Apu`` und den dort lebenen Gottheiten und das Unten ( den Quellen ) wird in deren Vorstellung spirituell vereint. Pachamama ist die Mutter aller Menschen, Tiere und Pflanzen. Ihre gütige Seite steht für Siedlungsraum mit fruchtbaren Flächen und ihre unwirtliche Seite für Trockenheit, Krankheit und Naturkatastrophen. Daher heißt es sorgsam mit der Mutter Erde umzugehen und so Pachamama milde und gnädig zu stimmen.

Daher wird man bei Festen, Zusammenkünften oder einem kleinen Umtrunk stets ein kleines Opfer an Pachamama gegeben.

 

Zum Fest `` Santa Cruz `` gehört neben den religösen christlichen-indigenen Teil auch Musik, Tanz, Freude und der Genuss von einer grossen Menge Bier.

Das Fest Santa Cruz wird sozusagen gesponsert von dem Alferado ( Pate von dem Fest ), den jedes Jahr eine andere Familie stellt. Wegen der hohen Verantwortung und der Kosten ist es nicht einfach jedes Jahr jemanden für dieses Amt zu finden. Unterstützt wird der Alferado von den Altareros im Idealfall von deren vier. Die Altareros haben auf dem Festplatz jeweils an einer Ecke einen kleinen Stand geschmückt mit den Nationalfahnen. Ohne den Alferado findet das Fest `` Santa Cruz `` nicht statt.

Die einzige Lösung ist in diesem Fall ist, das das Fest von der Dorfgemeinschaft organisiert wird.

Platz eines Altarero Paares bei der Fiesta Santa Cruz 2013 

Dieser Tänzer zeigte Moves der besonderen Art. Sehr unterhaltsam. 

Musikkapelle aus Huancané auf dem Weg zum Fest Santa Cruz Mai 2013

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